The book

Here is (one version of) the story about how the school strike in Stockholm became the worldwide climate justice movement, about the science behind it – and about all our task: how we can change the world together

The book

You find here informations about the book on the publishers homepage:

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5555-1/gemeinsam-fuer-die-zukunft-fridays-for-future-und-scientists-for-future/

“Die ökologische Krise ist für die Aktivist*innen um Greta Thunberg und Fridays for Future ebenso bedrückend wie auch Anlass für ein gemeinsames Gesellschaftsprojekt: Die neue globale Klimabewegung entsteht. Dabei spielen Wissenschaft und Forschung eine zentrale Rolle – die politisch Verantwortlichen werden aufgefordert: »Listen to the Science«. Damit ist nicht nur die Klima- und Umweltwissenschaft gemeint, sondern auch deren Bedeutung für die Ökonomie, Politik, Philosophie und Pädagogik.”

The interview

On the publishers homepage: https://blog.transcript-verlag.de/fff-und-sff/

Here is the beginning of the interview:

Sie haben über 100 Freitage auf dem Stockholmer Münzplatz miterlebt und die Bewegung auch danach intensiv begleitet. Was waren für Sie die einprägsamsten Momente? 

“Die Stimmung der ersten Wochen, diese Ruhe, der Ernst; das war ein sehr besonderer Moment; dann der größte politische Streik der schwedischen Geschichte, und weltweit, im September 2019; aber auch die Vernetzung der Jugendlichen und Wissenschaftler_innen global, wie Schritt für Schritt die dazukommen, die in den Philippinen oder Brasilien leben. Das Treffen der 400 rebellischsten Jugendlichen in der Lausanner Uni; und so vieles mehr, vor allem aber die langen Gespräche mit all den europäischen und globalen Streikenden: alles ist ja für uns selbst immer unbekannt und offen. Die Bewegung entsteht erst, das Zusammenspiel mit der Wissenschaft muss geklärt werden, Strategien ausprobiert. Eine Gruppe von Menschen findet sich, die wirklich die Welt verändern will und sich an die Umsetzung macht.
Aber mit am eindrücklichsten ist die Stimmung der ersten vier Wochen – und immer noch schwierig für mich zu verstehen, was da passiert ist. Und was immer noch unser Leben und die Bewegung prägt. Es sind ja vier, fünf Jugendliche, die sich Greta sofort angeschlossen haben. Und die wiederkommen, jeden Freitag. Also das ist ja da noch unklar. Sie könnten ja auch nach zwei Wochen wieder in die Schule gehen. Sie sitzen da, auf ihren Yogamatten, an eine Mauer gelehnt. Sieben Stunden lang, den ganzen Schultag lang. Die Menschen spazieren an ihnen vorbei. Sie sitzen da. Fangen an, ihre Lebensgeschichte zu erzählen, zu diskutieren. Meistens ist es aber sehr still. Und gleichzeitig ahnt man ja hinter der Ruhe die enorme Wut und Trauer über die Zerstörung der Natur und der Lebensgrundlagen, die ihnen so bewusst ist. Und sie kommen jede Woche zurück. So bildet sich etwas, ganz langsam, was dann nach und nach Fridays For Future wird. Aber bis sich die Bewegung durchsetzt, wird es noch Monate dauern.
Man könnte in diesen Wochen denken: eigentlich ist nicht viel passiert. Fünf Jugendliche haben sich gefunden, die sich hingesetzt haben, still. Aber das hat alles verändert. Und jedes Mal, wenn sich auch heute eine neue Person anschließt, egal ob in Stockholm oder in einem Dorf in Uganda, in Sierra Leone, Brasilien, den Philippinen, Deutschland oder der Schweiz passiert ja das gleiche. Eine Art Verwandlung. Man sagt stopp. Ich mach nicht mehr mit. Die Welt erhitzt sich, hunderttausende verlieren jährlich ihr Obdach wegen der Fluten und der Dürre, wovon einige wenige profitieren. Die, die leiden, sind unsere Mitmenschen. Milliarden von Tieren verbrennen in den Waldbränden. Und es wird immer schlimmer werden. Wir machen nicht mehr mit. Diesen Schritt kann jeder Mensch machen. Er ist klein, aber hat so eine Wucht.”